Aqua | Aero

en | de

Das Letzte Abendmahl

Julian Raschke



Mit dem Bild „Das letzte Abendmahl“ ist dem Künstler Julian Raschke nicht nur ein in sich stimmiges, analytisches und zugleich amüsantes Bild gelungen – es entlarvt zudem mit einem Augenzwinkern Technologie als die Religion unserer Tage. Außerdem reflektiert es auch sehr aktuell über den Status der Interface-Kunst selbst: Mit dem Zitat des Bildes „Das letzte Abendmahl“ von Leonardo da Vinci aus dem Jahre 1498 stellt sich die Frage nach der Bezugnahme der Interface-Kunst auf andere Genres und damit auch nach der zukünftigen Rolle der Interface-Kunst im Kontext in der Kunstgeschichte selbst.

Bei so viel Vision und humorvoller Konzeption treten die handwerklichen Aspekte des Bildes fast in den Hintergrund – doch auch in dieser Hinsicht glänzt das Bild. Es ist fachmännisch und gekonnt ausgeführt, voller Respekt vor den Regeln des Wettbewerbs gestaltet und verdient so den ersten Platz.

Der Künstler erhält eine aktuelle Version von Adobe Photoshop, mit der viele weitere Interface-Kunstwerke gestaltet werden können. Wir wünschen ihm bei der Ausformung weiterer Werke viel Inspiration und Erfolg.

Gärten

Stefan Albers



Das Werk „Gärten“ von Stefan Albers verdient die Auszeichnung hauptsächlich aufgrund seiner subversiven Wirkung. Der blaue Standard-Hintergrund von früheren OS-X-Versionen wird durch die gekonnte Modifikation des Künstlers in den Kunstkontext überführt und für weitere Sichtweisen und Reflexionen geöffnet: wo haben die abstrakten Strukturen ihren Ursprung? Gibt es eine wirkliche Variante in der realen Welt? Die visuelle Fragestellung von Stefan Albers ist so einfach wie philosophisch, die (einst hyper-realen) „Gärten“ so wirklich wie abstrakt.

Gerade mit einfachen Mitteln sollten im „Aqua-Contest“ Bilder erzeugt werden. Die technische Umsetzung des Bildes ist wohl einer der einfachsten im ganzen Wettbewerb. Nur mit dem Zauberstab in Photoshop hat der Künstler das Bild aufgeteilt. Die so entstandenen Fragmente hat er eingefärbt und mit Schatten versehen. So ergibt sich einedreidimensionale Struktur, die entfernt an Gärten erinnert. Besonders die Subversivität des Bildes und die Einfachheit der Mittel überzeugt bei „Gärten“ und sichert dem Bild eine verdiente lobende Erwähnung und dem Künstler eine äußerst stabile Festplatte.

Nach dem Einvernehmen der Jury sollten auf dieser Festplatte jedoch nicht nur private Daten gespeichert werden, sondern auch weitere Interface-Kunstwerke sollten mithilfe dieser Festplatte in die Welt getragen werden.






 






 

 Aqua | Aero 

Letztes Update: 3. März 2008 | Hintergrund anzeigen | Impressum